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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (12.12.2011)
"Einfach märchenhaft"
Die Rollsportabteilung des RSV feierte begeisterte Premiere mit dem Stück "Findet Nemo".

Tolle Kulissen, fantasievolle Kostüme und eine ansprechende sportliche sowie schauspielerische Leistung – das zeichnet die Märchen auf Rollen des RSV immer wieder aus. Foto: CREMER
WEIL AM RHEIN. Bereits zum 23. Mal in Folge präsentiert der RSV in der Rollsporthalle ein Weihnachtsmärchen auf Rollschuhen und setzt damit eine Erfolgsgeschichte fort, die aus einer bezaubernden Mischung von sportlichem Können, einer Liebe zum Detail bei den Kostümen und den Dekorationen und nicht zuletzt der Begeisterungsfähigkeit der Kinder besteht.
Für dieses Jahr hatten die Beteiligten sich auf "Findet Nemo" geeinigt, der Geschichte des kleinen Clownfisches Nemo, der im großen Ozean von einem Taucher gefangen wird und bei einem Zahnarzt in Sydney in einem Aquarium landet. Erst durch die unermüdliche Suche seines Vaters Marlin und mit Hilfe vieler Freunde gelangt Nemo wieder in die Freiheit und zu seinem Vater zurück. Bis es jedoch so weit ist, haben Marlin und die herzliche, ihm nicht mehr von der Flosse weichende Fischdame Dorie zahlreiche gefährliche Abenteuer zu überstehen. Am Samstag war nun Premiere, am Sonntag folgte schon die nächste Aufführung.
Unter der Leitung von Luciana Scalzo hatten rund 40 Läufer und Läuferinnen der Abteilung Kunstlauf seit September viel Schweiß fließen lassen, um – auch mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer – wieder ein tolles Schauspiel auf die Rollen zu bringen.
Vor einer tollen Kulisse, in deren Mittelpunkt das große Bild von der Welt des kleinen Nemo, gekonnt in Szene gesetzt vom Kunstsprayer Adrian, stand, brannten die Akteure im Alter von 4 bis 25 Jahren ein Feuerwerk an Figuren und Sprüngen ab. Es wurde nicht mit Waagen, Axel, Toeloop, Salchow und Flip gespart. Einige Sprünge davon sogar doppelt, der Flip gar dreifach.
Anrührend spielten und liefen Sophia Heppeler als Nemo und Michele Heizmann als Marlin in der Darstellung des durch den Tod von Nemos Mutter Cora (Christiane Scherb) sehr innigen Vater-Sohn-Verhältnisses. Sehr lebendig, und wie die Rolle es verlangt, etwas schusselig, wuselte Natascha Heppeler als hilfreiche Freundin Dorie durch die Geschichte. Viele Akteure traten in mehreren Rollen als Fische, Schildkröten oder Möwen auf. Besonders auffällig unter anderem als Cora mordender Barracuda Somtawin Dreyer, der auch als Trainer im Verein tätig ist.
Alle waren mit viel Einsatz und großer Spielfreude dabei. Auch die Kleinsten, von denen einige erst seit diesem Jahr als Kurskinder oder Vereinsläufer auf Rollschuhen stehen, gaben auf der Bahn ihr Bestes. Der Dank der Verantwortlichen galt aber auch all jenen, die unermüdlich in wochenlanger Arbeit 90 Kostüme genäht, gebastelt und die Halle dekoriert hatten. Die Besucher bedankten sich bei allen mit donnerndem Applaus für eine schwungvolle und farbenprächtige Aufführung.
Noch hat jeder die Gelegenheit, am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, jeweils um 17 Uhr in der Rollsporthalle sich in die Wasserwelt von Fischen, Vögeln und Schildkröten entführen zu lassen. Auch am 2. Weihnachtsfeiertag heißt es "Findet Nemo". Ein schöner Weihnachtsausflug und ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. |